{"id":159,"date":"2021-10-26T06:27:25","date_gmt":"2021-10-26T06:27:25","guid":{"rendered":"http:\/\/demo1.wp.aturis.org\/?page_id=159"},"modified":"2022-07-12T08:25:02","modified_gmt":"2022-07-12T08:25:02","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.neustadt-waldbad.de\/?page_id=159","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Geschichte des Waldbades<\/h1>\n<p><span>Verfasser: Rupert Str\u00f6bele (Orginalbrief)<\/span><\/p>\n<p><span>Schon 1876 bestand in Neustadt eine Badeanstalt mit Wannen- und Brauseb\u00e4der gegen\u00fcber dem heutigen Krankenhaus.\u00a0 Sp\u00e4ter errichtete Kronberg auf dem Spiel- bzw. Knieberg ein Luftbad. Dies alles war bedingt durch das Sanatorium in dem h\u00f6hergestellte Pers\u00f6n-lichkeiten zur Kur weilten.<\/span><br \/><span>Doch der erste Weltkrieg ver\u00e4nderte die soziale Struktur in Deutschland grundlegend. Die reiche Oberschicht verarmte zum gro\u00dfen Teil und konnte sich keine teure Kur mehr leisten. Nun wollte auch der einfache Mann baden und nach M\u00f6glichkeit auch schwimmen.<\/span><br \/><span>So gingen in Neustadt Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Bestrebungen dahin ein Freibad zu errichten. Vom Standort her waren die M\u00f6glichkeiten sehr eingeengt, da nur der Gemeinde geh\u00f6rende Fl\u00e4chen in Frage kamen.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;328,329,327&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.17.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.17.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><b>So kam es zu nachfolgenden Versuchen und Provisorien.<\/b><\/p>\n<p><span>1. Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsma\u00df-nahmen wurde versucht im heutigen L\u00f6nspark durch Erdbauma\u00dfnahmen im Terrain der beiden Teiche, ein Freibad zu schaffen. Antr\u00e4ge vom Gemeinderat an unseren damaligen Kreis Ilfeld und die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden im Regie-rungsbezirk Hildesheim Provinz Hannover in den Jahren 1927 und 1928 belegen dieses Vorhaben, welches jedoch finanziell und an Einspr\u00fcchen scheiterte. Wahrscheinlich betrieb der damalige Gemeinderat die Angelegenheit nicht mit dem n\u00f6tigen Nachdruck.<\/span><\/p>\n<p><span>2. Selbsthilfe der Neust\u00e4dter Jugend durch Anlegung eines \u201eBadesumpfes\u201c wie wir ihn nannten. Durch Anstau des Hardtbaches (Steine, Rasenbatzen, Zweige usw.) in H\u00f6he des Parkplatzes Waldbad, war in den Jahren 1925 bis 1935 an einer g\u00fcnstigen Stelle diese \u201eBade-m\u00f6glichkeit\u201c entstanden.<\/span><\/p>\n<p><span>3. Anlegung eines Badeteiches in der \u201eZapfkuhle\u201c (heute Biotop) durch Oberlehrer Otto M\u00fcller (\u201eAmi\u201c) mit der Schuljugend etwa 1939 speziell f\u00fcr die \u201eErt\u00fcchtigung der Schuljugend\u201c zur Erlernung des Schwimmens. Das Wasser war zwar kalt aber die Anlage gen\u00fcgte den Anspr\u00fcchen.<\/span><\/p>\n<p><span>4. Anlegung eines Badeteiches im ehemaligen \u201eTr\u00e4nketeich\u201c sp\u00e4ter Schafwaschteich am Beginn des \u201eKaiserweges\u201c, heutigen Waldbad im Jahr 1949 durch Stau des Hardtbaches in H\u00f6he Steg. Anlegung eines Grabens direkt am Waldrand \u201eKleiner Schlossberg\u201c entlang, bis in die Wiesenschenke. Es entstand ein Moorbad.<br \/><\/span><\/p>\n<p><span>5. Bau des Waldbades (Spaten, Kreuzhacke, Schaufel, Schubkarren) am 1954 mit etwa 150 \u201eMann\u201c. N.A.W. unter Leitung von B\u00fcrgermeister Fritz Deistung (\u201eEnkchen\u201c), der auch Initiator war. Wenn auch die Beteiligung an den folgenden Eins\u00e4tzen nachlie\u00df, so waren doch bei der Fertigstellung des Kanals immerhin noch etwa 40 bis 50 Personen t\u00e4tig. Es wurde zun\u00e4chst die Schachtung f\u00fcr den Abwasserkanal get\u00e4tigt, etwa 4 m tief durch den ehemaligen Damm des Teiches bis in etwa 1 m Tiefe ca. 120 m Entfernung am Einlauf in den Hardtbach. Nach der Schachtung kam die Verlegung von 200 m Betonrohren. Der Beckenaushub wurde dann durch einen Bagger vom VEB Nobas get\u00e4tigt. So viel ich wei\u00df war es ein Erprobungsbagger auf kostenloser Basis. Der Handarbeitseinsatz beschr\u00e4nkte sich dann auf die Planierung des Baggeraushubs mit Schubkarren. Nach dem der Beckenaushub im n\u00e4chsten Jahr (1955) vollendet war, begann die Nordh\u00e4user Firma Knackstedt mit den Betonierungsarbeiten. Dieses Vorhaben war in etwa abgeschlossen, da brachten erhebliche Wassermassen, ausgel\u00f6st durch ein starkes Gewitter, die Nordwand durch Untersp\u00fclung zum Einsturz. Bei der \u00dcberpr\u00fcfung des Betons stellte man fest, das ein zu armes Mischungsverh\u00e4ltnis angewandt worden war. Einer drohenden Verhaftung, die war damals vorprogrammiert, entzog sich der Firmeninhaber Knackstedt durch die Flucht in den Westen. Nun stellte sich au\u00dferdem heraus, dass die kostenwirksame Bauma\u00dfnahme unter dem Titel \u201eRekonstruktion\u201c gelaufen war. Finanzielle Mittel, die f\u00fcr den Ausbau des Gemeindesaales vorgesehen waren, waren f\u00fcr das Bad verwendet worden. Da eine Rekonstruktion nicht nachzuweisen war, es war ja kein Bad oder \u00e4hnliches bisher vorhanden, drohte unserem B\u00fcrgermeister wahrscheinlich eine empfindliche Bestrafung. Da aber die Kreisverwaltung die notwendige vorherige Kontrolle nicht durchgef\u00fchrt hatte, wurde die Angelegenheit g\u00fctlich beigelegt.<br \/>In dieser zwischenzeitlich fast 2j\u00e4hrigen Pause hatte ein H\u00e4uflein Unentwegter von 10-12 Mann, unter der Anleitung von Gemeinderechnungsf\u00fchrer Otto Kiel, die Arbeiten trotz mancher Frotzeleien vorbeigehender Spazierg\u00e4nger, wie \u201edas wird ja doch nichts\u201c und \u00e4hnlicher dummer Bemerkungen die Arbeiten fortgesetzt.<br \/>Da in der Zwischenzeit schon einige Gelder verbraten worden waren und viele NAW-Leistungen vollbracht waren, f\u00fchlte der Kreis sich nun doch in der Pflicht, das ganze Unternehmen Freibad zum guten Ende zu bringen.<br \/>Nun wurde die Firma Karl Wilhelm Neu beauftragt die erforderlichen Betonierungsarbeiten durchzuf\u00fchren, so dass Ende 1957 der Betonk\u00f6rper fertig war.<br \/>Zuvor wurde noch der Bachlauf des Hardbaches um etwa 10-12 m nach S\u00fcdwesten verlegt, um gen\u00fcgend Platz f\u00fcr das Becken und die Geb\u00e4ude zu bekommen. Hierbei halfen, wie auch des \u00d6fteren anderweitig, die Studenten des Institutes f\u00fcr Lehrerbildung. Die Planierungsarbeiten\u00a0 des Aushubs vom Becken konnten beendet werden. Nun konnte auch an die Planung der Au\u00dfenanlagen gedacht werden, so dass das Winterhalbjahr der Vorbereitung aller anderen notwendigen Arbeiten galt.<br \/>Da der Erfolg greifbar nahe war, stand nun der Ort voll hinter den nun notwendigen Ma\u00dfnahmen und Arbeiten. In den Waldungen unserer drei Forstgenossenschaften, 102, Harzfeld und G\u00fcnzdorf wurden Fichten gef\u00e4llt, abtransportiert zu dem S\u00e4gegatter von Kurt M\u00fcller (M\u00fchle) und zu Kanth\u00f6lzern und Brettern geschnitten f\u00fcr die Umkleidekabinen, Kassen- und Bademeisterhaus, fast alles kostenlos als Spende f\u00fcr das Bad. Die Transporte f\u00fchrte haupts\u00e4chlich Gert Gillert aus, langj\u00e4hriges Ratsmitglied. Der Winter war kaum beendet, da begann am zuk\u00fcnftigen Bad ein emsiges Treiben. Manche Nordh\u00e4user, die vorbeikamen, sagten: \u201eDas schafft Ihr nie bis zum Sommer!\u201c Doch wenn wir Neust\u00e4dter uns etwas vorgenommen haben, dann schaffen wir das auch!<br \/>Nicht nur zu den Wochenenden, auch in der Woche abends wurde \u201egewippt\u201c!<br \/>So konnte am 15. Juni 1958 bei sch\u00f6nem Wetter unser \u201eRoland\u201c Franz Gerlach zusammen mit unserem B\u00fcrgermeister Fritz Deistung ein Tipp top gelungenes Bad unseren Neust\u00e4dter B\u00fcrgern und den vielen Kurg\u00e4sten \u00fcbergeben. Zu diesem Anlass wurde an einige Unentwegte, f\u00fcr jeweils mehr als 250 Aufbaustunden am Bad, die goldene Aufbaunadel verliehen.<br \/><\/span><\/p>\n<p><span>Ruppert Str\u00f6bele<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"https:\/\/www.neustadt-waldbad.de\/?p=2424\" class=\"internal-link\" style=\"color: #0000ff;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">..weitere Bilder in unserer Bildergalerie.<\/a><\/span><\/p>\n<p><span>F\u00fcr die Richtigkeit und den Inhalt ist ausschlie\u00dflich der Verfasser verantwortlich!<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte des Waldbades Verfasser: Rupert Str\u00f6bele (Orginalbrief) Schon 1876 bestand in Neustadt eine Badeanstalt mit Wannen- und Brauseb\u00e4der gegen\u00fcber dem heutigen Krankenhaus.\u00a0 Sp\u00e4ter errichtete Kronberg auf dem Spiel- bzw. Knieberg ein Luftbad. 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